dtec.bw Jahrestagung 2026: Forschung und Innovation – und der Blick nach vorn
17 September 2026
Rund 750 Besucherinnen und Besucher, mehr als 44 Aussteller und ein umfangreiches Programm mit Fachvorträgen, Panels, Forschungs- und Technologie-Spotlights sowie Laborbesichtigungen: Die dtec.bw Jahrestagung 2026 an der Universität der Bundeswehr München hat am 15. und 16. September einen umfassenden Rückblick auf sechs Jahre dtec.bw mit einem Ausblick auf die nächste Entwicklungsphase verbunden.
Die diesjährige Jahrestagung bildete den feierlichen Abschluss des Finanzierungszeitraums 2020–2026. Im Mittelpunkt stand die Bilanz der vergangenen sechs Jahre: Mit dtec.bw ist ein gemeinsames wissenschaftliches Zentrum der Universität der Bundeswehr München und der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg entstanden, das Forschung, technologische Entwicklung und den Bedarf der Bundeswehr miteinander verbindet.

Die Präsidenten der beiden Universitäten der Bundeswehr in München und Hamburg mit Staatsminister Florian Hahn (rechts) (Quelle: Thomas Panzau)
Sechs Jahre dtec.bw im Zeichen von Forschung und Innovation
Zum Auftakt begrüßten Prof. Dr.-Ing. Eva-Maria Kern, Präsidentin der Universität der Bundeswehr München, und Prof. Dr. Klaus Beckmann, Präsident der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Das anschließende Grußwort des Bundesministeriums der Verteidigung unterstrich die Bedeutung von Forschung und technologischer Innovation für die Bundeswehr. In den vergangenen sechs Jahren hat dtec.bw mit zahlreichen Forschungsprojekten Beiträge zu aktuellen technologischen und sicherheitsrelevanten Fragestellungen geleistet und den Austausch zwischen Wissenschaft, Bundeswehr, Wirtschaft und weiteren Partnern gestärkt.
Die umfangreiche Fachausstellung machte die Bandbreite dieser Forschung sichtbar. Mehr als 44 Aussteller präsentierten Projekte, Forschungsergebnisse und Bundeswehr-Dienststellen aus unterschiedlichen Themenfeldern und boten Gelegenheit für den direkten Austausch mit den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

Generalleutnant Michael Vetter, AL IC, während der dtec.bw Jahrestagung 2026 (Quelle: Thomas Panzau)
Technologische Innovationsfähigkeit als strategische Aufgabe
Einen zentralen Impuls setzte Generalleutnant Michael Vetter, Abteilungsleiter IC im Bundesministerium der Verteidigung, mit seiner Präsentation zur Innovationslandschaft der Bundeswehr. Er ordnete dtec.bw als Bestandteil des Innovationsökosystems der Bundeswehr ein und betonte die Bedeutung technologischer Pionierarbeit. Technologische Entwicklungen verändern zunehmend den Charakter militärischer Auseinandersetzungen. Umso wichtiger ist es, technologische Entwicklungen schneller in militärisch nutzbare Fähigkeiten zu überführen und technologische Souveränität zu sichern.
Innovationsfähigkeit wird damit zu einer wesentlichen Voraussetzung dafür, auch unter veränderten technologischen Bedingungen die Siegfähigkeit der Bundeswehr sicherzustellen. Ein weiterer besonderer Programmpunkt war der Besuch von Staatsminister Florian Hahn. Im Austausch vor Ort wurde die Bedeutung von Forschung, Technologie und Innovation für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands und der Bundeswehr deutlich.

Paneldiskussion auf der dtec.bw Jahrestagung 2026 (Quelle: Thomas Panzau)
Forschung, Technologie und Transfer im Bühnenprogramm
Auch auf der Bühne zeigte die Jahrestagung die thematische Breite und die unterschiedlichen Phasen des Weges von der Forschung in die Anwendung. Die Forschungs-Spotlights rückten unter anderem mit LogSimSanDstBw und GhostPlay konkrete Forschungsansätze und Ergebnisse in den Mittelpunkt. Mit der Keynote »Digitalisierungsplattform & beyond« von Oberst i.G. Marahrens (ZDigBw) wurde anschließend der Blick auf die technologischen und organisatorischen Rahmenbedingungen der Digitalisierung in der Bundeswehr gerichtet.
In zwei Blöcken der Technologie- und Transferspotlights wurden anschließend zahlreiche Projekte und Transferaktivitäten vorgestellt. Beispiele waren SeRANIS, (K)ISS, ELAPSED, SHM, MissionLab, eMOB, SPARTA, und DigiHyPro. Die Beiträge zeigten unterschiedliche Wege auf, wie aus wissenschaftlichen Arbeiten technologische Lösungen, neue Anwendungen und Impulse für die Praxis entstehen können.
Den Abschluss des ersten Veranstaltungstages bildete das Panel »Von der Forschung in die Anwendung – Innovationen für die Verteidigungsfähigkeit«. Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Industrie und Transfer diskutierten dabei über Voraussetzungen und Herausforderungen, Forschungsergebnisse in konkrete Anwendungen für die Verteidigungsfähigkeit zu überführen.

Impressionen der dtec.bw Jahrestagung 2026 (Quelle: Thomas Panzau)
Impulse für Innovation und Transfer am zweiten Veranstaltungstag
Auch der zweite Veranstaltungstag stand ganz im Zeichen von Innovation, Transfer und der Verbindung von Wissenschaft und praktischer Anwendung. Den Auftakt bildeten die Innovations- und Transferimpulse des dtec.bw Inkubators und des HSU Innovation Hub, des Palladion Defence Accelerators von NATO DIANA sowie des Entwicklungsleiters von TDW. Die Beiträge verdeutlichten die unterschiedlichen Wege, über die aus Forschung und technologischen Ideen konkrete Innovationen und Anwendungen entstehen können.
In weiteren Technologie- und Transferspotlights wurden unter anderem die Projekte CORE, Fab City und die Ausgründung NeuralSat vorgestellt. Das anschließende Science Forum brachte Forschungsergebnisse über Poster Pitches auf die Bühne und in die Poster-Galerie und schuf damit Raum für den unmittelbaren Austausch mit den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Mit der Bestpreis-Verleihung für dtec.bw Doktorandinnen und Doktoranden wurden zum Abschluss herausragende wissenschaftliche Leistungen gewürdigt.
Impressionen der dtec.bw Jahrestagung 2026 (Quelle: Thomas Panzau)
Der Übergang zu dtec.bw 2.0
Die Jahrestagung war damit nicht nur Rückblick, sondern zugleich Auftakt für die nächste Phase. Mit dem Übergang zu dtec.bw 2.0 soll auf die erfolgreiche Arbeit der vergangenen sechs Jahre aufgesetzt und die Rolle der universitären Digitalisierungs- und Technologieforschung für die Bundeswehr weiterentwickelt werden.
Die Jahrestagung machte deutlich: Die Erfahrungen und Ergebnisse aus sechs Jahren dtec.bw bilden eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung. Im Mittelpunkt bleibt dabei die Frage, wie wissenschaftliche Erkenntnisse und technologische Innovationen einen konkreten Mehrwert für Bundeswehr und Gesellschaft schaffen können.
Ansprechperson:
André Dzionara
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit dtec.bw
Tel.: +49 89 6004-4506
E-Mail: andre.dzionara@unibw.de
Titelbild: ©Thomas Panzau
