dtec.bw Projekte bei ICA und NATO StratCom Dialogue vertreten

10 Juli 2025

Die dtec.bw Forschungsprojekte Media for Peace (M4P) und KOKO der Universität der Bundeswehr München (UniBw M) waren im Juni sowohl auf der International Communication Association (ICA)-Jahreskonferenz in Denver und dem NATO Riga StratCom Dialogue 2025 vertreten.

Im Rahmen der ICA wurden die beiden Forschungsporjekte präsentiert. Sultan Malik präsentierte mit Prof. Dr. Annika Sehl (beide KU Eichstätt), Prof. Dr. Christoph Neuberger (FU Berlin) und Prof. Dr. Sonja Kretzschmar (UniBw M) als Co-Autorinnen und -Autoren ausgewählte Ergebnisse einer Twitter-Analyse aus Media for Peace (M4P), die in Zusammenarbeit mit dem externen Partner Alfarabi erstellt wurden. Konkret analysierte die Untersuchung Öffentlichkeiten, Gegenöffentlichkeiten und weitere Einflussgruppen in der Twittersphäre rund um die Machtübernahme der Taliban in Afghanistan im Jahr 2021.

Tamer Farag stellte mit Prof. Dr. Christoph Neuberger (beide FU Berlin), Prof. Dr. Sonja Kretzschmar (UniBw M) und Prof. Dr. Annika Sehl (KU Eichstätt) als Co-Autorinnen und -Autoren ein Paper vor, das ein theoretisches Modell entwickelt und erklärt, wie gewaltsame Konflikte politische Systeme und Mediensysteme verändern und umgekehrt. Anhand von Fallbeispielen aus Afghanistan, Libanon, Türkei und Israel zeigte der Beitrag, wie Medien und Konflikte in dynamischer Wechselwirkung stehen und das an Beispielen jenseits westlich geprägter Mediensysteme. Diese Forschung ist ebenfalls Teil von M4P.

Luisa Wilczek (UniBw M) stellte mit Rebecca Strohmeier und Prof. Dr. Annika Sehl (beide KU) und Prof. Dr. Sonja Kretzschmar (UniBw M) als Co-Autorinnen ein großangelegtes Survey-Experiment (N = 2831) vor, das erstmals empirisch prüft, ob das Konzept des »diskursiven Journalismus« (Brosda 2008) Polarisierung mindern kann. Konkret untersuchten die Autorinnen anhand journalistisch gestalteter Social-Media-Videos zum Thema Fleischkonsum die Wirkung von Multiperspektivität, Rationalität und diskursfördernder Haltung auf Nutzerinnen und Nutzer. Die Forschung ist Teil des interdisziplinären dtec.bw-Forschungsprojekts Konflikt und Kommunikation (KOKO).

 

v.l.n.r.: Sultan Malik (KU Eichstätt), Luisa Wilczek (UniBw), Prof. Sonja Kretzschmar (UniBw), Prof. Annika Sehl (KU Eichstätt), Tamer Farag (FU Berlin), Rebecca Strohmeier (KU Eichstätt) (Quelle:UniBw M/M4P) 

Media for Peace (M4P) war im Juni ebenfalls auf dem NATO Riga StratCom Dialogue 2025 des NATO Strategic Communications Centre of Excellence in Riga vertreten. Vom 10.–11. Juni versammelte dieses zentrale Forum der NATO zu strategischer Kommunikation und Resilienz gegen Mis- und Disinformation, Führungskräfte aus dem öffentlichen, militärischen und zivilen Sektor aus über 40 Ländern. Im Zentrum standen aktuelle Entwicklungen im Bereich strategischer Kommunikation angesichts hybrider Bedrohungen, gesellschaftlicher Polarisierung und gezielter Desinformationskampagnen. Die zentralen Erkenntnisse der Veranstaltung bestätigten, dass M4P an der Universität der Bundeswehr München mit dem ausgegründeten Prototypen »The What If« ein wegweisendes Praxisbeispiel für Dual‑Use‑Ansätze entwickelt hat, das demonstriert wie zivile Dialog- und Kommunikationsformate effektive zur Weiterentwicklung der Verteidigungsfähigkeit gegen Mis- und Disinformation beitragen können.

 

v.l.n.r.: Anna-Sophie Weinstein (Universität der Bundeswehr München), Alexander Karam (The WhatIf gGmbH) (Bilder: UniBw M/M4P)


Ansprechperson:

André Dzionara
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit dtec.bw
Tel.: +49 89 6004-4506
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Titelbild: © UniBw M/M4P